Lenz (CH) 2010

28. bis 31. August 2010 Lenz / Schweiz

Bei der diesjährigen Vereinsausfahrt hatte der RC Adler sein Lager in Lenz bei Lenzerheide in der Schweiz aufgeschlagen.

Lenz liegt auf 1350 hm und damit 200 Meter unterhalb des Lenzerheidepass.

1. Tag:

Einfahren nach Tschiertschen

Lenz – Lenzerheide – Churwalden – Araschgen – Passugg – Praden – Tschiertschen – zurück

Bei mäßigen Bedingungen, leichter Regen und nasse Straßen, starten wir Richtung Lenzerheide bergauf. Die 200 Höhenmeter sind schnell Überwunden. Der erste „Pass“ an diesem Wochenende. Lenzerheidepass 1550 m. Zum Glück haben wir unser Begleitfahrzeug dabei, so können wir uns vor der Abfahrt mit regen- und winddichter Kleidung eindecken.

In gebremster Abfahrt, die Straße ist nass, geht es hinunter nach Chur auf 750 Höhenmeter.

Kurz vor Chur, biegen wir rechts ab nach Praden. Ab hier steigt die Straße wieder an, also wieder ans Begleitfahrzeug und umziehen. Die nächsten 8 km geht es nur bergauf. Wir freuen uns auf den gemäßigten Anstieg mit fünf Prozent, ideal zum einfahren.

Nach wenigen Metern wird uns jedoch klar, mit locker Einfahren wirds nix. Die Tachos zeigen nun zwölf Prozent. Zwölf Prozent! „Wer zahlt die Runde Schöfferhofer wenn wir wieder zurück sind?“ ist nun plötzlich das Hauptgesprächsthema. Obwohl bei diesem Anstieg kaum Luft bleibt um ein Gespräch zu führen.

Jeder ist froh als wir Tschiertschen endlich erreichen.

Tschiertschen ist ein uriges kleines Schweizer Dorf auf 1300 Meter und eine Gaststätte in der wir eine warme Suppe zu uns nehmen können ist schnell gefunden.

Nach einer kurzen Mittagspause geht es auf dem gleiche Weg zurück nach Lenz.

Am Ende des Tages haben wir folgende Daten auf dem Tacho:

1650 hm / 62 km / 4 h

2. Tag:

Alpen – Challenge

Lenz – Alvaneu Bad – Filisur – Bergün – Albula Pass – La Punt – St Moritz – Silvaplana – Julierpass – Bivio – Savognin – Salouf – Mon – Tiefencastel – Alvaneu Bad – Lenz

Super Wetter – passend zu unserer geplanten Tour. Heute folgen wir der Route der Alpen – Challenge, einem traditionellen Alpenmarathon.

Wir starten von Lenz hinunter nach Alvaneu. Eine wunderschöne Abfahrt stimmt uns auf den folgenden Tag ein. Nach nur 8 km ist die Talsohle erreicht und wir folgen nun der Albula nach Filisur. Der kleine Fluß Albula ist der Namensgeber des Pass der Heute unsere erste Herausforderung darstellt. Die Straße steigt bis Filisur nur sehr leicht, so bleibt Zeit nach der bekannten Rhätischen Bahn Ausschau zu halten, die sich auf einem imposanten Viadukt in die Höhe schraubt.

Ein paar Kilometer nach Filisur verändert sich die Umgebung merklich. Jetzt geht es ins Gebirge. Die Straße steigt nun mit Zehn Prozent an. Zum Glück hat die Straße über den Albula keinen hohen verkehrstechnischen Stellenwert, so haben wir die meist einspurige Straße bis auf ein paar Ausnahmen für uns alleine.

Schönes Wetter und das fantastische Alpenpanorama machen den Anstieg zur Freude. Die Radsportler des RCAdler sind in ihrem Element.

Bembelracer unter sich. Unser neues Vereinstrikot wird mit Stolz durch die Schweizer Alpen getragen.  Thomas, Stefan und Lutz (vlnr.)

Nach zwei Serpentinen führt uns die Straße in die Albula Schlucht. Direkt neben uns geht es 100 Meter senkrecht in die Tiefe. Nichts für Rennradfahrer, die nicht schwindelfrei sind.

Bei bis zu elf Prozent geht man auch schon mal aus dem Sattel. Eine willkommene Abwechslung für den nun schon geschundenen Körper. Thomas der Gruppe voraus, auf der engen Straße, die im Winter als Rodelbahn genutzt wird.

Die Gruppe auf dem Albula.  Lutz, Michael, Jens, Stephan, Stefan, Thomas, Walter (vlnr.)Nach 21,4 km und 1280 hm Anstieg haben wir den 2315 Meter hohen Albula Pass erreicht. Das Tor zum Engadin. Nach einer kurzen Pause geht es östlich hinab nach La Punt. Von dort auf die etwas befahrenen Bundesstraße 27 flach nach St. Moritz.

Bei Silvaplana bleibt nur kurz Zeit um nach den Wind- und Kitesurfern auf dem See zu schauen, dann biegen wir rechts ab, hoch zum Julierpass. Noch im kleinen Ort Silvaplana, steigt die Strasse mit 10 Prozent in die Höhe. Nach 2,5 Kilometer und 4 Kehren erreichen wir bei gemütlicheren sechs Prozent ein ruhigeres Seitental.

Lutz und Stefan auf dem Weg zum Julierpass. Der Julier verbindet Silvaplana im Oberengadin mit Tiefencastel im Albulatal und hat eine wichtige wirtschaftliche Bedeutung, da kann es schon mal enger werden. Umso mehr freut man sich, wenn man die Berge auf dem Rad ohne Autoverkehr genießen kann.

Thomas und Michael nach 7 km und 469 hm auf dem 2284 Meter hohen Julierpass.

Nach einer kurzen Pause nehmen wir die 35 km lange Abfahrt in Angriff. An Bivio und dem Marmorera See vorbei, bis zum kleinen Ort Cunter. Da biegen wir nach links ab, um noch ein paar zusätzliche Höhenmeter zu machen.

Rüdiger (in der schicken Warnweste), unser Fahrer des Begleitfahrzeugs und Fotograf.

Thomas, Michael, Lutz und Stefan (vlnr.) in Mons. Im Hintergrund ist schon Lenz zu erkennen. Eigentlich nur ein paar Kilometer. Wäre da nicht das Tal dazwischen. So haben wir, die Abfahrt nach Tiefencastel und der folgende Anstieg nach Lenz, noch vor uns.

Schon während dem Anstieg, hoch nach Lenz, verschlechtert sich das Wetter zusehens und als wir am Ziel ankommen, sind wir froh, daß wir wenigstens diesen Tag ohne Regen genießen konnten.

Die Daten dieser Runde, auch als Alpen -Challenge bekannt:

2850 hm / 125 km / 6:30 h

Die RC Adler Truppe: Walter, Stephan, Jens, Thomas, Stefan, Michael, Lutz  (vlnr.) und Rüdiger steht hinter der Kamera.